Frühjahrsempfang der SPD

v.l.n.r. Jochen Ott, Marco Pagano, Oliver Krems, Martin Dörmann

Rath/Heumar – Am heutigen Sonntag hat die SPD zu ihrem jährlichen Frühjahrsempfang in das Bürger- und Vereinszentrum in Rath/Heumar eingeladen, um die aktuelle politische Lage mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Die Veranstaltung war gut besucht und neben zahlreichen Vertretern der Ortsvereine von Rath/Heumar waren auch Bürgerinnen und Bürger der angrenzenden Veedel Brück und Neubrück anwesend. Nach einleitenden Worten von Oliver Krems eröffnete Jochen Ott (MdL) die Veranstaltung mit einem thematischen Rundumschlag der Kölner Landes- und Kommunalpolitik: Bildung, Integration sowie Bauvorhaben der Stadt Köln und er sprach auch Fehler der Politik an, die nicht selten durch langwierige Verhandlungen mit der Stadt verschlimmert werden. So sei Geld für Bildungseinrichtungen sehrwohl vorhanden, der Stadt fehle es aber an Kapazitäten für die Planung und Umsetzung. Aktuell fehlen alleine über 1000 Gesamtschulplätze, dies spürt auch gerade ganz akut Katrin Thomas, bzw. ihr Sohn, der gerne in Köln-Porz die Gesamtschule besucht hätte, dort jedoch keinen Platz findet. Frau Thomas hatte sich vor ein paar Wochen schriftlich an die OB Henriette Reker gerichtet um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Auch die Rösrather Straße, bzw. deren Umgestaltung ist seit Jahren ein Thema in Rath/Heumar. Getan hat sich bislang nicht viel, das musste auch Bezirksbürgermeister Marco Pagano in der anschließenden Podiumsdiskussion verärgert zugeben. Man habe der Stadtverwaltung diesbezüglich nun ein Schreiben zukommen lassen, mit der dringlichen Bitte dort endlich aktiv zu werden. Ebenfalls ärgerlich sei auch, dass die Stadt in vier Jahren keinerlei Ergebnisse zum „Nord-Süd-Ausbau“ des öffentlichen Personennahverkehrs vorweisen kann, auch diesbezüglich haben man die Stadt nun schriftlich gerügt und um Aktion gebeten.

Aus dem Publikum kam die Frage auf, wie die Verkehrsführung während der Brückenarbeiten an der Eiler Straße aussehen wird. Hierzu konnte Marco Pagano leider keine Auskunft geben, da auch er dazu noch keine Informationen seitens der Stadt erhalten habe. Ein Fußgängerüberweg, der ein Überqueren der Eiler Straße auf Höhe des neuen Kindergartens ermöglichen soll, ist wohl genehmigt, die Umsetzung soll noch im Frühling erfolgen. Eine weitere Meldung kam von Hans-Georg Offermann, 1. Vorsitzende des RSV-Rath/Heumar 1920 e.V., der für seinen Fußballverein dringend einen Kunstrasenplatz errichten lassen möchte.  Der jetzige Ascheplatz ist nicht mehr zeitgemäß, schädige die Neumitgliederakquise und störe die Nachbarschaft durch erhöhte Lärmemissionen. Ihn ärgere auch die Bürokratie in Sachen Lärmschutz, die bei Umsetzung des Kunstrasenplatzes auf den Verein zukomme obwohl mit dem Kunstrasen ein geringeres Lärmpotential einhergehen würde.

Letzter Punkt der Podiumsdiskussion war die Erweiterung der Waldschule in „Gut Leidenhausen“ um eine weitere Klasse und die Anbindung an den ÖPNV durch die Kölner Verkehrsbetriebe.

Zum Abschluss konnten sich die Bürgerinnen und Bürger am Buffet stärken und das ein oder andere Kaltgetränk zu sich nehmen.

Update 15:46 Uhr: Thema Brückenneubau A3 Eiler Straße: Straßen.NRW hat als voraussichtlichen Baubeginn das 4. Quartal 2018 angegeben. Es wird also noch etwas dauern, bis es hierzu konkrete verkehrsleitende Pläne geben wird. Bauende voraussichtlich 1. Quartal 2021.

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Comment

  • Vielen Dank!

    Ja, das war schon eine sehr interessante Veranstaltung.

    Die Politik spricht von Komplettversagen bei der Schulsituation (u.a.47 Schulen fehlen bis 2025!!!), Gelder vorhanden sind, es an Grundstücken und Fachpersonal (Ingenieure) mangelt
    mögliche Grundstücke für eine Gesamtschule (Walter-Pauli-Ring) wegen Eigeninteresse der Stadt nach monatelangen Überlegungen verworfen wird.
    Rückkbau Autobahnzubringer Neubrück zwecks Flächengewinnung ignoriert wird.
    Sanierung von Sportplätzen wegen Lärmschutz erschwert wird.

    Wir haben Freitag 09.03.2018 eine Elterninitiative für eine Gesamtschule in Rath und Umgebung gegründet und treten den Verantwortlichen jetzt unbequem in den Allerwertesten!

    Frau Reker, nicht nur Reden oder eher aus Hilflosigkeit zur Sicherheit gar nichts kommentieren – sondern Taten folgen lassen.
    Der Erhalt von der Vergangenheit (Dokumente Stadtarchiv) ist ja gut und schön, aber Investition in die Zukunft – DIE KINDER – ist wichtiger!

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